Ohne Titel mit Andy
    (2010)

    Das Werk „ohne Titel mit Andy“ von Max Kosoric zitiert eine kinetische Rauminstallation Andy Warhols aus dem Jahr 1966, in welcher mit Helium gefüllte Kissen aus Silberfolie im Ausstellungsraum frei umherschweben. Wird man dieser Neuinterpretation nun ansichtig, stellt sich heraus, dass Max Kosoric diese Arbeit und ihre Bestandteile im Kern verwandelt hat und zwar in ein Bild des Systemischen: die zunächst aus einzelnen Kissen zu bestehen scheinende Ansammlung erweist sich als Konglomerat untereinander verbundener Elemente, gewissermaßen als ein einziger Kissen-Körper, der nur als Ganzes bewegt wird, bewegt werden kann. Ungeachtet verspiegelter Entitäten bildet dieses Gefüge so die Emergenz einer plastischen Erfahrung. Zugleich stellt Max Kosoric damit geschickt die Frage, ob mehr Erkenntnis auch den individuellen Spielraum vergrößert.

    Tobias Kraft